Sonntag, 25. Februar 2018

Gillian Flynn - BROKEN HOUSE

Meine Wertung: ☆☆☆☆☆ 0/5

Autor: Gillian Flynn

Titel: BROKEN HOUSE
 - Düstere Ahnung -

OT: The Grownup

Verlag: Fischer

ISBN: 978-3-596-03683-7

Deutsche Erstausgabe 2015

Seiten: 61

Einband: Gebunden

Genre: Schlafmittel / Stumpf

Dazu passt: eine Schlafstörung



BROKEN HOUSE - Düstere Ahnung

Hier haben wir mal wieder ein Beispiel für Sinn und Unsinn von Buchtiteln. Das amerikanische Original heisst The Grownup. Bei Fischer denkt man sich, wieso nicht einen anderen Titel geben? Wieso denn nicht einen Englischen? Und so heisst das Buch in Deutsch Broken House. Wieso halten es deutschsprachige Menschen für notwendig, einen ursprünglich englischen Titel abzuändern? Erklärt mir das mal jemand?

"Dieses Buch in Flaschen abgefüllt,
ergiebt ein prima Schlafmittel!"
– Navi M. Gray

In einem Satz

Nerdy bestreitet ihren Lebensunterhalt mit Handjobs und Wahrsagerei, trifft eines Tages auf Susan Burke, die davon überzeugt ist, dass ein böser Geist von ihrem Haus und ihrem Stiefsohn Besitz ergriffen hat und möchte, dass Nerdy mit ins Haus geht, quasi als Exorzist...

Empfehle ich dieses Buch? Wieso?

NEIN.
Ein ganz klares NEIN. In fetten Lettern geschrieben, doppelt unterstrichen und mit Scheinwerfern ausgeleuchtet. NEIN.
Der Einstieg ist schon unsagbar schlecht: "Mit den handjobs hörte ich nicht deshalb auf, weil ich dafür kein Talent hatte, sondern weil ich die Beste war."
Dann geht es in den kommenden Seiten darum, wie gut sie das gemacht hat und warum sie damit aufgehört hat. Schliesslich erzählt uns Nerdy, dass sie dann zur Wahrsagerei gekommen ist und den Leuten nur erzählt hat, was sie hören wollten. Wie immer.
Irgendwann trifft sie auf die völlig verängstigte Susan Burke, die davon überzeugt ist, dass in ihrem (Klischeealarm!) alten viktorianischen Haus ein böser Geist sein Unwesen treibt und von ihrem Stiefsohn Besitz ergriffen hat. (Haben wir das nicht schon in x Filmen gesehen und in x Büchern gelesen?) Sie bittet Nerdy darum, sie zu begleiten. Nerdy glaubt nicht an paranormale Präsenzen. Da sie aber die Chance auf viel Geld hat, geht sie mit.
Dann verspricht der Klappentext folgendes: "Hier spukt kein Geist, hier lauert etwas Anderes. Etwas absolut Böses. Etwas, das töten will."
Weiter heisst es, Flynn habe für diesen Schund den Edgar Award für die beste Kurzgeschichte erhalten. Ähm? Ausserdem verkündet Fischer auf dem Buchrücken, dies sei eine Hommage an den klassischen Schauerroman. Wo? Wann?
Entweder fehlen diese Seiten in meiner Ausgabe oder ich bin dergestalt abgestumpft, dass ich das nicht einmal mehr wahrnehme. Oder aber diese Kurzgeschichte ist einfach schlecht geschrieben. Völlig langweilig. Ohne Sinn. Einzig mit dem Zweck Geld zu verdienen.
Es ist selten, dass ich ein Buch mit 0/5 bewerte, aber dieses seichte und vor Klischees nur so triefende Gewäsch verdient nicht einmal einen Stern.

Verwunderlich ist es jedoch nicht. Gillian Flynn's grosser Erfolg war GONE GIRL. Ein genialer Psychothriller! CRY BABY war auch flach und DARK PLACES absolut langweilig. Bei DARK PLACES bin ich nicht sicher, ob das Buch oder der Film langweiliger ist.
Gillian Flynn ist in meinen Augen eine Eintagsfliege, die einen Bestseller geschrieben hat und sich darauf ausruhen kann. Aufgrund des Erfolgs von GONE GIRL, hat man dieses seichte Bändchen verlegt, um nochmals abkassieren zu können.
Ich denke, Flynn's Zeit ist vorbei. 

Spoiler - Gedankenstütze für mich

Das Buch ist scheisse.

Könnte ich Flynn in den USA verklagen? Sie hat meine kostbare Zeit auf Erden mit diesem Geschmiere verschwendet. Käme ich damit durch? In den Staaten wäre es vielleicht möglich...?