Mittwoch, 10. Dezember 2014

Thomas Harris - Hannibal

Meine Wertung:
★★★★★ 5/5

Autor: Thomas Harris

Titel: Hannibal, 1999

OT: Hannibal, 1999

Verlag: Hoffmann und Campe

Ausgabe 1999
ISBN: 978-3-455-02688-X

TB-Ausgabe im Heyne Verlag
ISBN: 978-3-453-43740-1

Deutsche Erstausgabe 1999

Seiten: 525

Einband: Gebunden

Genre: Thriller

Ähnliche Titel: Das Schweigen der Lämmer


525 Seiten von denen nicht jeder Satz zwingend notwendig gewesen wäre, nicht jeder, aber dennoch die meisten. Heutzutage scheint es normal zu sein, dass ein Buch mehr als 300 Seiten haben muss, doch sind 150 Seiten davon meist reine Füller oder Fugen. Nicht bei Thomas Harris' Meisterwerk HANNIBAL.

Seit 1999 stand die gebundene Ausgabe ungelesen in meinem Regal. Am 25. November habe ich mit der Lektüre angefangen und sie innert kurzer Zeit beendet. Ich bin begeistert!

HANNIBAL ist nicht nur für Fans von Hannibal Lecter geeignet, ganz im Gegenteil. Harris hat das Buch mit zahlreichen gehaltvollen historischen Begebenheiten Italiens abgerundet. So erfährt man bspw. dass des Comendatore Pazzi's Vorfahre Francesco de Pazzi war, der wegen Verrats gehängt wurde. Wir erhalten Einblick in Dante Alighieri's Göttliche Komödie, von welcher Dr. Lecter rezitiert.
Für jeden, der einmal Gehirn kosten möchte, wird beschrieben, wie das frisch entnommene Stück Gehirn zubereitet werden muss, damit es nicht zerfliesst...

Anders als in der Verfilmung hat Mason Verger eine Schwester, Margot, die vor langer Zeit, als Dr. Hannibal Lecter noch als Psychiater tätig war, bei dem in Behandlung war. Margot kommt eine Schlüsselrolle zu Teil, welche das Buch noch spannender macht, als es ohnehin schon ist.
Mason wird nicht den Schweinen zum Frass vorgeworfen - allerdings stellt sich, angesichts jener Todesart, die Frage, ob die Schweine-Variante nicht humaner gewesen wäre...?

Beim Lesen des Schlusses, wurde mir klar, wieso Jodie Foster, im zweiten Teil nicht mehr mitspielen wolle - obschon das Ende des Filmes ganz anderer Art, als das des Buches ist.
Der romantisierte Schlussteil des Buches ist bei mir nicht gerade aus Begeisterung gestossen... Dennoch bekommt das Buch 5/5 Punkten.