Samstag, 29. November 2014

Tana French - Geheimer Ort

Meine Wertung:
★☆☆☆☆ 1/5

Autor: Tana French

Titel: Geheimer Ort

OT: The secret place

Verlag: Fischer

ISBN: 978-3-651-00051-3

November 2014

Seiten: 704

Einband: Klappenbroschur

Genre: Krimi

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Zahlreiche Kundinnen fragten ganz aufgeregt nach dem Erscheinungstermin des neuen Tana French. Nach dem Lesen eines Interviews, in dem die Autorin klarstellte, dass Zeit vergänglich und daher wertvoll ist (wir erinnern uns an Stephen King's Kurzgeschichte Mein hübsches Pony in Abgrund enthalten), und darüber hinaus meinte, sie wolle jenes kostbare Gut ihrer Leser nicht verschwenden (...) stecke alle Kraft in ihre Werke..., wollte ich ein Buch von ihr lesen, weil mir das Interview noch sympathisch war. So griff ich nach dem Leseexemplar von "Geheimer Ort".

Wieso dieses Buch teilweise im Thriller-Genre seinen Platz gefunden hat, ist mir schleierhaft. Vom Prolog ist mir das Karussell geblieben und sonst nichts. Weil nichts passiert ist. Wirklich nichts. Nach weiteren 50 ermüdenden Seiten, erfahren wir von einer Schülerin, deren BH nur so mit Klischees ausgestopft ist, dass sie den Täter kennt.
Wir erfahren von einem Schwarzen Brett, auf welchem Geheimnisse etc. ausgetauscht werden und welches auch der Ort war, an dem der Täter ein Post-it hinterlassen hat.
Nach dem Überspringen eines ganzes Bundes an Seiten, sitzt dieselbe Schülerin entweder immer noch oder schon wieder auf dem Polizeirevier und spricht mit dem gleichen Polizisten über das gleiche Post-it. Nach dem Auslassen weiterer Seiten befinden wir uns dann tatsächlich in der Schule, wo nichts passiert, ausser dass einige Räumlichkeiten untersucht werden.
Schliesslich klappte ich das Buch zu.

Unsere Zeit auf Erden ist begrenzt. Das Bisschen, das mir noch bleibt, möchte ich nicht mit der Lektüre von in Buchform verkauften Schlafmitteln verschwenden.
Daher landete Tana French wieder im Leseex-Regal. Soll sich jemand anderes damit abmühen...

Den einen Stern gibt es, weil der Klappentext nach einem spannenden Buch schreit. Hätte sich ein anderer Autor diesem Thema angenommen, wäre sicherlich etwas Spannendes dabei herausgekommen. Schade.