Sonntag, 19. Oktober 2014

Michael Robotham - Sag, es tut dir leid

Meine Wertung:
★★★★★ 5/5

Autor: Michael Robotham

Titel: Sag, es tut Dir leid, 2013

OT: Say You're Sorry, 2012

Verlag: Goldmann

ISBN: 978-3-442-31316-7

Deutsche Erstausgabe 2013

Seiten: 475

Einband: Klappenbroschur

Genre: Psychothriller

Ähnliche Titel: McFadyen - Der Menschenmacher


Drei Teenager, Emily, die unscheinbare Piper und die frühreife Tash, planen von zuhause auszureissen und haben auch bereits einen Plan, den sie noch in der gleichen Nacht in die Tat umsetzen wollen. Emily kneift. Piper und Tash werden während ihrer "Flucht" von zuhause von einem Wahnsinnigen entführt, anfänglich in einen recht netten Estrich gesperrt, wo sie Fernsehen dürfen und verwöhnt werden, dann aber wachen sie eines Tages in einem dunklen Keller auf, wo der Albtraum der Mädchen und die sadistische Ader des Entführers zu spriessen beginnen...
Nachdem Tash brutal zugerichtet worden ist, beschliesst sie zu fliehen, was ihr gelingt, bis sie schliesslich in einem zugefrorenen See einbricht und schliesslich als Wasserleiche wieder auftaucht. Derzeit wartet Tash sehnsüchtig auf die ausbleibende Hilfe...

Was mit den Mädchen passiert, erfahren wir anhand von Tash's Tagebucheintragungen, die, zumindest für den Leser, Licht ins Dunkel der polizeilichen Ermittlungen bringen.
Natürlich wird erst ein Geisteskranker der Tat verdächtigt, schliesslich wird Jagd auf gelistete Pädophile gemacht, doch der wahre Täter ist ganz wo anders zu finden...

Tash und Piper, die unter dem Namen "Bingham Girls" durch die Presse geistern, werden erst als Musterschülerinnen und Engel in den Himmel gelobt, bis sie schliesslich durch den Schmutz gezogen werden und sich irgendwann kaum mehr jemand wirklich für das Verschwinden der Mädchen interessiert. Erst als Tash's Leiche drei Jahre später in dem See gefunden wird, wird der Fall neu aufgerollt und Psychologe Joe O'Loughlin soll helfen, den Täter zu finden.

Michael Robotham zeichnet sich durch absolute Spannung von der ersten bis zur letzten Seite aus! Zynismus und Sarkasmus heitern die düstere Geschichte genau an den richtigen Stellen auf. Seine Metaphern sind, wie jene von Stephen King, einfach köstlich und so lässt sich ein Lachen teilweise nicht verkneifen.
Dieses Buch hat alles, was ein Psychothriller haben muss!