Dienstag, 9. September 2014

Stephen King - Joyland

Meine Wertung:
★★★★★ 5/5

Autor: STEPHEN KING

Titel: Joyland

OT: Joyland, 2013

Verlag: Heyne (what else -_^)

ISBN: 978-3-453-26872-2

Deutsche Erstausgabe: 2013

Seiten: 351

Einband: Gebunden

Genre: Lebensereignis, Drama

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Joyland stand seit Erscheinungsdatum eingeschweisst und unbeachtet im Regal. Bis heute.
Es wurden zahlreiche negative Kritiken geäussert, ja teilweise erinnert es geradezu an eine Hexenjagd... Mir stellt sich die Frage nach dem Grund...

Meiner Meinung nach, hat jeder, der den Titel als schlecht bewertet hat, einfach nichts verstanden. Punkt.

Stephen King hat einen wunderbaren Roman verfasst, bei dem man aufgrund von Devin's Sprüchen und dem Wesen der Schausteller viel zu lachen hat. Wir haben am Rande einen Krimi laufen, der aufgelöst wird und sehen uns mit zahlreichen Schicksalen konfrontiert und sehen dem Park beim altern zu...
Auf Seite 349 zeigt sich uns die verzerrte Fratze des Schicksals. Der Wandel der Zeit. Worüber ich lange nachdenken musste.
Nach der letzten Seite habe ich das Buch zugeklappt, doch etwas blieb. Der bittere Nachgeschmack von Wahrheit und Realität. JOYland hat mich in einer depressiven Stimmung zurückgelassen...
(Der Titel ist absichtlich so gewählt, da bei King ja nichts ein gutes Ende nimmt...)

Der mittlerweile 63-jährige Devin erzählt uns von einem Jahr aus seinem Leben, auch bekannt als sein bester Sommer. Damals war er Student und wollte für drei Monate auf dem Rummel arbeiten, um ein bisschen Geld zu verdienen. Schliesslich wird er recht übel von seiner Freundin verlassen, die der Leser nicht wirklich mögen kann, und beschliesst nach einer Festanstellung zu fragen, die er auch bekommt.
Er erfährt, dass in der Geisterbahn der Geist einer ermordeten Frau spuken soll, der die Kehle durchgeschnitten und deren Mörder nie gefasst wurde.
Devin und seine Freunde stellen Nachforschungen an und entdecken Sachen, welche der Polizei nicht aufgefallen waren... damals.
Eines Tages trifft er am Strand auf den kleinen Mike, der im Rollstuhl sitzt und dessen Mutter Annie, die Devin erst nicht leiden kann. Aber wie das oft so ist, entwickelt sich zwischen den Beiden eine Liebesgeschichte...
Wir erfahren von Annie's Vergangenheit und der verstummten Beziehung zu ihrem Vater. Wir haben Einblick ins Schausteller-Gewerbe und treffen sogar auf Reverend Caine aus Poltergeist, den King als Besitzer des Joyland vorstellt. Na ja, zumindest hat mich dessen Beschreibung and Caine erinnert -_^

Der Showdown findet während eines wütenden Hurricanes auf dem Gelände des Joyland statt. Die Stimmung ist atemberaubend und so temporeich, wie die tobenden Windböen!