Sonntag, 21. September 2014

Keigo Higashino - Verdächtige Geliebte

Meine Wertung:
★★★★★ 5/5

Autor: Keigo Higashino

Titel: Verdächtige Geliebte

OT: 贈議者Xの献身 (YogishaXnokenshin), 2005

Verlag: Piper

ISBN: 978-3-492-30355-2

Deutsche Erstausgabe: 2012

Seiten: 319

Einband: Taschenbuch

Genre: Krimi, Drama

Dazu passt: Higashino - Heilige Mörderin, Böse Absichten


Als ein Mensch, der keine Krimis liest, ja diese immerzu als "langweilig" abtat, scheint es einer Grosstat gleich, einen Krimi von Anfang bis Schluss durchgelesen zu haben.
Im Fall von Keigo Higashino's Verdächtige Geliebte fiel mir das allerdings nicht schwer:

Yasuko, die mit ihrer Tochter getrennt von ihrem Ex-Mann lebt, bekommt von diesem einen letzten Besuch abgestattet, den er nicht überleben wird. Kaum hat sie ihren Ex-Mann stranguliert, klingelt es an der Haustür. Ihr Nachbar, der Mathematiker Ishigami, steht vor der Tür und fragt, ob alles in Ordnung sei. Kaum ist er wieder in seine Wohnung zurückgekehrt, klingelt bei Yasuko das Telefon. Ishigami bietet ihr seine Hilfe an, um sich dem, in ihrer Wohnung befindlichen, Leichnam zu entledigen.
Ishigami kreiert das perfekte Alibi, welches die ermittelnden Polizisten stetig auf Holzwege und zahlreiche Rätsel führt. Ishigami's Plan wäre perfekt, gäbe es da nicht den Physiker, und ehemaligen Kommilitonen, Yukawa, der seinem Freund bei der Polizei schon in zahlreichen Fällen mit gutem Rat zur Seite stand und es auch bei diesem Fall wieder tun wird...

Dieser Krimi ist wirklich von der ersten bis zur letzten Seite spannend! Man fiebert mit Ishigami und Yasuko mit und fragt sich stetig, wie Ishigami das perfekte Alibi kreieren konnte.
Des Rätsel's Lösung erfahren wir kurz vor Schluss des Buches von Yukawa.
Higashino versteht es, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Sprachlich japanisch, eine Geschichte, die genial durchdacht ist und lebendige Figuren, deren Geschichte einem nicht mehr loslässt.

Der Krimi bietet ein derart überraschendes Ende, dass er allein dafür fünf Sterne verdient hat!

Einer meiner Arbeitskollegen hat bei einer Rezension einmal gesagt, "Ich empfehle dieses Buch jemandem wie mir...". Diesem Zitat bediene ich mich nun, indem ich sage: Ich empfehle dieses Buch, jemandem wie mir, der eigentlich keine Krimis liest. ^_^