Sonntag, 31. August 2014

Richard Laymon - Der Geist

Meine Wertung:
★★☆☆☆ 2/5

Autor: Laymon, Richard

Titel: Der Geist

OT: Darkness, tell us, 1991

Verlag: Heyne

ISBN: 978-3-453-67649-7

Deutsche Erstausgabe 08/14

Seiten: 496

Einband: Kartoniert

Genre: Horror, Thriller, Psycho

"Wenn man mit einem Ouija-Brett rumspielt, wird immer jemand verletzt."


Möglicherweise liegt es daran, dass NACHT dermassen genial ist, dass die anderen Bücher daneben verblassen, möglicherweise ja, möglicherweise nein.

Zwei Tage bevor DER GEIST bei uns in der Buchhandlung lag, schaute ich den Film Witchboard aus 1986 und dachte, was für ein grossartiger Zufall, dass ich nun ein Buch zu diesem Thema von Laymon hier liegen habe. Tja, Vorfreude ist die schönste Freude, nicht? In diesem Fall ja.

Ein paar Teens versammeln sich, stossen zufällig auf ein altes Witchboard und probieren es, aller Warnung zum Trotz, aus. Sie nehmen Kontakt zum Geist BUTLER auf, der ihnen Reichtum verspricht, welchen sie in Form eines Schatzes in der Wildnis finden würden.
Die Teens machen sich auf in die Wildnis und den damit verbundenen survial Horror. Das versprochene Grauen zeigt sich erstmals in Gestalt eines kupferglänzenden Bodybuilders mit Machete...

Trotz der grossartigen Kulisse, will die Story nicht richtig in die Gänge kommen. Man kämpft sich durch die Seiten und wartet, meist vergebens, auf die Spannung, welche erst im letzten Drittel des Buches ein paar Mal aufkommt.
Laymon verwendet zu viele Dialoge, was auf Dauer recht nervig wird, da sich um belangloses Teenie-Geschwafel handelt.
Hätte er die Geschichte um ca. 200 Seiten gekürzt, wäre meine Wertung wohl besser ausgefallen. Handelte es sich um ein Buch eines anderen Autoren, hätte ich nicht so viel Zeit damit verschwendet, alle 496 Seiten zu lesen, ich hätte es bereits nach den ersten 80 weggelegt. Aber da ich weiss, wozu Laymon fähig ist, hoffte ich stetig darauf, dass noch etwas passieren wird. Leider wollte mich auch der Showdown nicht so recht packen.

Die zwei Sterne gab es für die spannenden Passagen und die Auflösung um den Geist Butler, mit der man nie gerechnet hätte.